Heute kommt die Wiese auf den Tisch! – Blütensalat

IMG_6479Es blüht an allen Ecken und Enden … das regt mich ungemein zum Sammeln und Verwerten an.

Und weil Blüten nicht nur schön aussehen, und wundervoll duften, sondern auch noch gut schmecken, kommt heute zum Abendbrot mal die Wiese auf den Tisch in Form eines Blütensalats:

Man nehme:

Feldsalat
Kornblumenblüten (10 St.)
Rotkleeblüten (10 St.)
Margeriten (10 St.)
Spitzwegerichknospen (1 kl. Handvoll)
Braune Champignons (1 gute Handvoll)
Olivenöl (oder ein anderes Eurer Wahl)
Cranberry-Essig (oder einen anderen lieblichen/fruchtigen Essig)
Salz (ich hab selbstgemachtes Bärlauchsalz verwendet)
Pfeffer
Garam Masala

Zubereitung:

Den Salat verlesen, wenn nötig waschen. Denkt bitte immer daran, Feldsalat nicht zu lange im Wasser schwimmen zu lassen. Er ist gar zu gerne bereit, seine Inhaltsstoffe (auch die anderthalb Vitamine, die in ihm stecken) ins Wasser abzugeben und schmeckt dann nur noch halb so lecker.

Den Salat auf einer Platte anrichten. – In der Schüssel zubereitet schmeckt er zwar nicht schlechter, die Blüten kommen jedoch oft nicht so schön  zur Geltung.

Die Champignons in Scheiben schneiden. Die Spitzwegerichknospen von ihren Stengeln trennen.

Champignons und Spitzwegerichknospen in einer kleinen Pfanne in Olivenöl anrösten. Da die Champignons etwa länger brauchen, habe ich sie zuerst in die Pfanne getan. Sie werden mit etwas Garam Masala gewürzt. Das macht sie herrlich aromatisch und sie duften wundervoll. – Sowohl die Champignons als auch den Spitzwegerich kann man natürlich auch roh an den Salat tun. Ich finde jedoch, angebraten bringen sie noch ein zusätzliches Röstaroma mit, das den Salat aus der Ich-grase-gerade-auf-der-Weide-Ecke geschmacklich deutlich herausholt.

Während es in der Pfanne fröhlich vor sich hin brutzelt, könnt Ihr schon mal die Vinaigrette zubereiten. Ich variiere die einzelnen Mengen je nach Ölen oder Essigen, die ich verwende. Darum macht es (finde ich) keinen Sinn, Euch da genaue Angaben zu machen. Probiert einfach, bis Ihr das richtige Maß für Euch gefunden habt.

Nun dürften die Champignons und Spitzwegerichknospen fertig sein. Nehmt sie von der Platte und lasst sie ein wenig abkühlen. Dann verteilt ihr sie gleichmäßig über den angerichteten Salat. An dieser Stelle kommt jetzt schon da Dressing ins Spiel: locker über den gesamten Salat nappieren (Super … ich liebe dieses Wort und wollte es immer schon mal verwenden ^^). Wenn Ihr das erst tut, nachdem Ihr die Blüten zugefügt habt, sehen die schnell unansehnlich aus.

Nun die Blüten von ihren Stengeln befreien. Bei dem Rotklee könnt Ihr ruhig die obersten grünen Blätter mit in den Salat geben. Ich empfehle bei Rotklee, die noch nicht vollständig geöffneten Blüten zu nehmen … die aufgeblühten haben oft schon ein paar braune Ansätze und sind auch häufig so groß, dass sie ziemlich ‚biestig‘ aussehen.

Die Blüten gleichmäßig über den Salat verteilen.

Anstaunen, Freuen, Genießen.

Guten Appetit!

—snip—

Gerade sinniere ich noch, ob ich Euch noch ein bisschen Heilkundliches über die einzelnen Blüten hierlassen soll (besonders über den Rotklee) … da finde ich doch diesen Blog-Artikel von Earthwich. Super!

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Sidestep: Sitzmuster des Todes

sitzmusterdetodes2Ein bisschen Augenkrebs gefällig?

Dann seid Ihr auf dieser Seite hier richtig: Sitzmuster des Todes

Das dargestellte Muster gehört (für mich) eher zu den angenehmeren Exemplaren. Aber wenn man sich da so durch die bunte Republik blättert, drängt sich einem die Frage auf, was die Leute, die die Muster ersonnen und die, die sie ausgewählt haben, so genommen haben. Da kann frau ihrem Kind nur sagen: „Sieh bloß zu, dass Du nicht auf dieselbe Droge kommst! Wenn Du möchtest, dass Dir küselig wird: Fahr lieber mit den Öffis. Das dieselt genauso.“

Gut gefallen hat mir auch die Fleischwerdung der Augenbeleidigungen durch Menja Stevenson. Sauschlechte Bildqualität … aber die Idee ist ganz nach meinem Geschmack. Ich bin allerdings ein bisschen schockiert über die mangelnde Humorfähigkeit der MitspielerInnen.

Have fun!

Delphi für Linksklicker #1

Manchmal habe ich einen Knoten im Kopf … und manchmal auch im Herzen. Dann fällt es mir schwer, einen Fokus zu finden. Manchmal kaue ich auf einem Problem herum und komme nicht weiter … oder in meinem Kopf fahren Gedanken Karussel und ich finde den Stopschalter nicht.

Je ernsthafter ich die Dinge versuche anzugehen, umso aussichtsloser erscheint es mir dann, eine Lösung zu finden. Vielleicht, weil ich ja schon ERNSTHAFT ein Problem habe.

Dann hilft es mir oft, wenn ich mir erlaube, den Ernst heraus zu nehmen und über ein Spiel Leichtigkeit in die Sache zu bringen. Ein nettes Orakel kann Abhilfe schaffen und mich wieder auf einen Weg bringen, der dann auch aus dem Gedanken- und Gefühlsdickicht herausführt.

Das Ziehen einer Karte ist für mich eine Hilfe, meine Gedanken zu sammeln, ihnen eine andere Richtung zu geben. Dabei ist es mir nicht so wichtig, aus welcher ‚Ecke‘ sie kommen … ob sie ernst gemeint sind, esoterisch oder psychologisch angehaucht sind. Ich bestimme ja schließlich, was ich wie ernst nehme, wie ich das Gelesene interpretiere und was ich aus den angebotenen Gedanken in meinem Leben mache.

Das erste Orakel, das ich mit Euch teilen möchte ist eins, das diejenigen, die mich etwas näher kennen, vermutlich erstaunen, vielleicht auch irritieren wird:

engelkarteEngelorakel

Mit Engeln hab ich ja eher nicht so viel am Hut … aber der Gedanke, dass es irgendwie mehr gibt, als wir mit bloßen Augen sehen können, oder mit Diagnosegeräten aufspüren können, ist mir schon mal gekommen. Warum also nicht (nur zur Übung*) annehmen, dass irgendetwas ‚Höheres‘ an unserer Seite sein könnte und uns unterstützt. Ob wir das nun Engel, Gott, höhere Macht, Wie-auch-immer nennen, ist doch eigentlich wurscht. Mir jedenfalls.

Die Texte des Engelorakels habe ich jedenfalls schön häufiger als tröstlich empfunden. Und so seltsam es klingen mag: sie haben mich in schwierigen Situationen ab und zu schon wieder auf die Erde gebracht. Ich lese sie vollkommen unvoreingenommen und neugierig und denke: Aha. So kann man das also auch sehen. Ist das ein Thema für mich? Ist das neu? Interessiert es mich? Was sagt mein Bauchgefühl? Fühlt es sich gut an? Möchte ich diesen Gedanken für diese eine Situation, in der ich gerade stecke, annehmen und weiterverfolgen? Nur so … zur Übung? Und dann schaue ich, was passiert. Ich kann mich ja jederzeit dazu entscheiden, diesen Weg wieder zu verlassen, wenn ich merke, dass er nicht zu mir passt.

Kann ich nur empfehlen: Mal Dinge anders zu machen.

Viel Spaß!

(* Dinge ’nur zur Übung‘ zu tun oder zu denken erlaubt mir, Sachen zu tun, die ich mir sonst verstandesmäßig niemals erlauben würde, weil sie ‚verrückt‘, ’seltsam‘, ’spießig‘, ‚esoterisch‘, ‚christlich‘ oder sonstwie sind. Ich schiebe mit dieser Taktik meine (Vor-)Urteile zur Seite, die mir sonst vielleicht im Weg stehen könnten, die Dinge zu tun, die wirklich gut für mich sind. Bei mir funktioniert dieser Trick wunderbar.)

 

 

 

 

 

 

Marmeladen- und Gelee-Akrobatik

Wir Marmeladen- und Gelee-Kochfreundinnen lesen in Rezepten immer mal wieder, dass wir die Gläser nach dem Abfüllen auf den Kopf stellen sollen … Das ist manchmal gar nicht so leicht (und bei heißem Kochgut auch nicht ganz ungefährlich). Außerdem haben wir immer wieder die Qual der Wahl: welche Pose ist die Beste?

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So ist es am besten für die Wirbelsäule …

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So … ist es etwas schwieriger, bügelt aber vielleicht die Falten aus der Stirn *hoff*.

—snip—

Welche Methode auch immer Ihr wählt: Wenn Ihr funktionierende, keimfreie Twist-Off-Gläser nehmt, könnt Ihr auf beide Varianten verzichten. Es entsteht durch das Abkühlen des Kochguts normalerweise auch so das erwünschte Vakuum im Glas, das dafür sorgt, dass das Produkt lange haltbar bleibt.

(Da ich persönlich keine 100%ige Gläser-Desinfiziererin bin, drehe ich die Gläser nach dem Abfüllen trotzdem für ein paar Minuten auf den Deckel. Sicher ist sicher *zwinker*)

Brombeerblätter fermentieren

Wie versprochen… hier noch eine Anleitung, um Brombeerblätter für eine Teezubereitung zu fermentieren:

Brombeerblätter haben ohne Fermentation wenig Eigengeschmack und sind für die Teezubereitung in einfach nur getrocknetem Zustand keine Bereicherung.

Zubereitung:

Junge, jedoch nicht ganz junge Brombeerblätter sammeln. Am besten mit Hilfe einer Gartenschere und die Finger geschützt durch Gartenhandschuhe.

Die Blätter einen Tag ausgebreitet vorwelken lassen. Dann Blätter mit der Schere von den stacheligen Stielen trennen (Achtung auf die Finger … auch die Blätter sind häufig stachelig!). Auf einem Hartholzbrett mit dem Nudelholz kräftig bearbeiten und quetschen. Auf einem Glasbrett soll es noch besser gehen … manche nehmen zum Quetschen auch eine Glasflasche.

Die gequetschten Blätter (manche von ihnen laufen nun schon ein wenig dunkel an) mit einer Küchenschere in Streifen schneiden. Die Streifen auf Frischhaltefolie legen. Ich hab einfach eine Rolle genommen und erst einmal ungefähr Din A4 abgerollt. Blätter druff … möglichst keine Klumpenbildung … und nun alles mit Wasser leicht besprengen. Das Ganze fest einrollen und beim Rollen die Luft rausquetschen. Wenn alles eingerollt ist, Rolle weiter abrollen … Blätter druff … besprengen … einrollen …

Die Rollen an den Enden gut zudrücken oder verschnüren. An einem warmen Ort (30 Grad) liegen lassen. Wenn Ihr keinen so warmen Ort habt, nutzt die Abwärme des Backofens, nachdem Ihr z.B. andere Teezutaten getrocknet habt.

Nach einem Tag waren die Blätter schön dunkelbraun und dufteten verführerisch, ein bisschen holzig und warm aber auch leicht nach Rosen. Ich habe sie dann wieder im Ofen bei 50 Grad und leicht geöffneter Ofentür getrocknet.

In Anleitungen haben die Leute oft geschrieben, dass man die Blätter länger fermentieren soll … allerdings auch, dass es dann nicht selten passiert, dass sie beginnen zu schimmeln. Ich wollte da lieber auf  Nr. Sicher gehen und finde das Ergebnis durchaus zufriedenstellend.