Wilder Tomatensalat

P1060971Speisen mit Blüten zuzubereiten macht mir immer besonders Freude. Kaum zu glauben, dass man das essen kann, dachte ich zunächst … aber … man KANN.  Sogar ohne bleibende Schäden zurück zu behalten.

Und wer vielleicht einen Spaziergang durch von Umweltgiften eher mäßig belastete Natur machen kann oder einen unaufgeräumten Garten hat, kann die Blüten und evtl. sogar Würzkräuter selber jagen*.

Besonders schön finde ich Margariten oder Gänseblümchen im Tomatensalat. Es braucht vielleicht etwas Mut, in so eine große Margaritenblüte zu beißen, aber ich finde, es lohnt sich. Die Blüten bitte vorher gründlich auf Kleinsttiere kontrollieren. Gerade der kleine Rapskäfer verläuft sich hier ganz gerne mal. Auf das Waschen verzichte ich persönlich. Kann man natürlich aber auch machen, wenn man sich dadurch auf der sichereren Seite fühlt.

Zum Tomatensalat passende Wildkräuter, die derzeit gut zu sammeln sind:

Spitzwegerich  (sowohl die Blätter als auch die jungen Knospen, die nach Champignons schmecken sind verwendbar)

Kleiner oder großer Wiesenknopf (Blätter)

Löwenzahn (jüngere Blätter)

Sauerampfer (Blätter … bitte vorsichtig verwenden, v.a., wenn man Oxalsäure beachten muss und bekannt ist, dass man gern mal den ein oder anderen Nierenstein hat)

All diese Kräuter helfen, in die noch etwas frühjahrsmüden Puschen zu kommen, indem sie die Verdauung anregen. Außerdem bringen sie  Geschmacksrichtungen mit, die bei den ’normalen‘ Küchenkräutern fehlen.

Am besten zur Geltung kommen sie meiner Meinung nach, wenn sie mit einer einfachen Vinaigrette gewandet werden.

Fröhliches Experimentieren und wohl bekomm’s!

(*Tipp: nicht in direkter Nachbarschaft zu Straßen sammeln und Wegränder, an denen Hunde gassi geführt werden, meiden.)

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3 Kommentare zu “Wilder Tomatensalat

  1. Suuuuper! Und vom löwenzahn könnte man auch direkt noch die blüten zum garnieren benutzen, die schmecken auch 🙂

    • Na … da bin ich aber mal gespannt, wo Du jetzt die Blüten herbekommst, Lara 🙂

      (Vielleicht warten wir noch ein paar Wochen, dann kommt vielleicht noch einmal eine kleine Welle Sommerlöwenzahn ;-). Und dann essen wir den Salat gemeinsam!)

  2. Pingback: Wildpflanzen-Sammelkalender Mai | Querfühler

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