Sommerduft in Gläsern

Bilder-bis-30.4.2010 224Schnell raus … bevor die Zeit wieder rum ist!

Der Holunder blüht und es ist jetzt genau die richtige Zeit, um ihn zu ernten und daraus wunderbar duftende Sachen zu machen, die uns in der kälterne Jahreszeit an die wohlige Wärme erinnern. Heute ist mal Holunderblütengelee dran:

Man nehme:

Holunderblüten (am besten morgens sammeln)
Zucker (evtl. fertigen Gelierzucker)
Gelierhilfe
Blutorangensaft (frischgepresst aus der Kühlung)

Alternativ zum Blutorangensaft geht auch Apfelsaft oder Orangensaft. Ein jedes hat so seinen Reiz und ich werde vermutlich auch in diesem Jahr wieder alle Varianten kochen. Für die kommende warme Zeit schmeckt mir die Variante mit Blutorange am besten, weil sie etwas leicht Kühlendes mitbringt, dass einem schon morgens einen Erfrischungskick gibt. Das ist auch die Variante, die für Menschen, die leichte Bitternoten lieben, besonders gut passt.

Die Zubereitung ist total simpel: Die Blüten von kleinen Tierchen befreien. Evtl. vorsichtig ausschütteln, jedoch auf gar keinen Fall waschen, weil die Aromi sonst flöten gehen. Von der Menge her sammelt man eine gute Rührschüssel voll Dolden. Bei der Zubereitung schrumpft das Volumen dann ganz schön zusammen. Denn … nach der Säuberung werden die Blüten zumindest bis zur zweiten Verzweigung von ihren Stielen abgeschnitten. Dann bleiben nur noch die kleinen Dolden übrig. Das sollten dann so viel sein, dass Ihr sie gut mit einem Liter Saft bedecken könnt.

Nun ruhen die Dolden über Nacht und geben ihren Duft und Geschmack an den Saft ab.

Am nächsten Tag den Saft durch ein Tuch abseihen. Siebe bewähren sich dabei nicht so, weil sonst doch noch immer Schwebteile (auch mal tierischen Ursprungs) im Saft zurück bleiben.

Den Saft nun mit dem Zucker/Gelierzucker und ggf. der Gelierhilfe zusammen aufkochen. Gelierprobe machen. Gläser abfüllen. Fertich.

Natürlich kann man Holunderblütengelee auch ganz ohne Saftbasis mit Wasser und ein wenig Zitronensaft zubereiten. Finde ich persönlich jetzt aber weniger spannend. – In meinen Marmeladen- und Geleerezepten geb ich übrigens bewusst niemals an, welches Mischverhältnis Zucker und Frucht haben. Ich liebe es gern fruchtig und die Säure der Früchte auch noch zu schmecken. Darum ist es für mich stimmig, immer die 3:1-Variante zu wählen. Wer marmeladenmäßig sonst nur das Industriegedöns gewöhnt ist, wird das aber vielleicht nicht so lecker finden, weil die ja meist 1:1 gekocht werden (ich finde ja, sie schmecken immer nur nach Zuckerpampe mit einem Anflug von Fruchtaroma). Vielleicht tastet Ihr Euch dann langsam an den Fruchtgeschmack heran, indem Ihr erst einmal 2:1 verwendet.

Guten Appetit und einen schönen Sommersonntag!

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Ein Kommentar zu “Sommerduft in Gläsern

  1. Pingback: Wildpflanzen-Sammelkalender Mai | Querfühler

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