Ich koch mich glücklich … Zucchinispaghetti, die dem Ruf der Oase folgen

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Vor noch einer Stunde war ich ziemlich niedergeschlagen …

Früher habe ich in solchen Situationen eine Packung mit Nudeln aufgerissen (das war, bevor ich davon Bauchschmerzen bekam). Noch früher habe ich mir eine Zichte angesteckt oder eine Tüte Chips weggehauen. Also: geholfen hat davon nix wirklich. Vermutlich, weil da wenig (Selbst-)Liebe im Spiel war.

Heute weiß ich: wenn ich noch in dem Zustand bin, dass ich kochen kann, dann kann ich mich auch glücklich kochen. Es gibt Gewürze oder Gerüche, deren Duft mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern … aber es funktioniert auch genausogut mit Farben. Eben habe ich mal beides kombiniert. Es wirkt! Mir geht es deutlich besser 🙂

Außerdem liebe ich es, wenn neue erjagte Gerätschaften (in diesem Falle ein Julienne-Schneider) auf Anhieb so funktionieren, wie ich mir das vorgestellt habe und Gewürzmischungen das tun, wozu sie von mir auserkoren wurden. In solchen Situationen hab ich mich ganz schnell wieder richtig dolle lieb *grins*.

Los geht’s!

Man nehme*:

1 Zucchini
1 kleine rote Spitzpaprika
1 Handvoll braune Champignons
1/2 Knoblauchzehe
1 TL ‚Ruf der Oase‘ (Gewürzmischung von Herbaria)
3 EL Olivenöl
1 EL weißen Balsamico-Essig
1 EL kochendes Wasser

Und so geht’s:

Knofi ganz klein schneiden. Champignons in feine Scheiben schneiden. Paprika klein würfeln. Zucchini mit einem Julienne- oder Zestenschneider in Streifen schneiden.

Die Gewürzmischung mit dem heißen Wasser, 2 EL Olivenöl und dem Balsamico vermischen.

Pilze erst trocken in der Pfanne anbraten, bis sie ein wenig Wasser verloren haben und Röstaroma angenommen haben. Dann 1 EL Olivenöl dazugeben und den Knofi. Nach ca. 1 Minute die Paprika dazu. Nach einer weiteren Minute die Zucchini-Spaghetti dazugeben. Gut durchschwenken, damit sich die Zutaten gleichmäßig verteilen. Nun die Marinade darübergeben und kurz auf der Herdplatte durchziehen lassen.

Auf den Teller … und hinein in den Mund.

Mmmmmmmmh!

(* Die Menge reicht für jede Menge Glück bei einer einzelnen Person … oder für durch zwei geteiltes Glück als Vorspeise.)

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Gestachelter Grillkäse

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Grillkäse ist in meinen Augen eigentlich immer ein Fehlkauf. Kann sein, dass sich das in Zukunft für mich ändern wird … denn ich hab die beiden übriggebliebenen Scheiben, die von allen Mitgrillern verschmäht wurden, gerade einer schmackhaften Verwertung zugeführt:

Man nehme:

2 Scheiben Grillkäse (200g)
2 Zweige frischen Oregano
2 Zweige frischen Thymian
1 EL Koriandersamen (frisch geschrotet)
2 EL Olivenöl
1 Handvoll Stachelbeeren
2 EL flüssigen Honig

Und so geht’s:

Den Käse in Würfel schneiden. Die Kräuter hacken, die Koriandersamen mörsern (grob reicht). Die Gewürze mit dem Olivenöl zusammen über den Käse geben. Diesen gut in der Marinade wenden.

Stachelbeeren waschen, trocknen und putzen.

Den marinierten Käse ohne weitere Zugabe von Fett in der Pfanne auf einer Seite nach Belieben anbraten (ich mag ihn eher gut gebräunt, wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist 😉 ). Dann die Käsewürfel wenden und die Stachelbeeren mit in die Pfanne geben. Sie sollten aufplatzen und etwas Saft abgeben aber nicht komplett zermatschen. Am Ende der Garzeit flüssigen Honig über das Ganze ziehen. Ich bin da gerne großzügig, weil die Gewürze recht kräftig und die Stachelbeeren sehr säurelastig daherkommen.

Stück Brot dazu. Fertich. Wohl bekomm’s!

Gazpacho à la Rübenigeline

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Immer noch so eine Hitze … und kein Ende in Sicht. Wer hat da schon Lust zu kochen? – Ich nicht. Jedenfalls ganz bestimmt nicht tagsüber.

Darum blieb bis jetzt die Küche kalt, was aber nicht bedeutet, es hätte nicht trotzdem etwas Leckeres zu essen gegeben. Vielleicht habt Ihr ja Lust, mein kaltes Süppchen für Eure Wochenendküche zu übernehmen? Die meisten Zutaten lassen sich ja noch schnell erjagen oder zumindest geschmacklich schnell durch Sachen, die Ihr eh zuhause habt, ersetzen:

Man nehme:

2 kleine Dosen geschälte Tomaten
1/2 Salatgurke
1 rote Paprika
1/2 Zwiebel (gerne auch Gemüsezwiebel)
1 Knoblauchzehe
1 TL Salz (ich hab wieder mein geliebtes selbstgemachtes Bärlauchsalz genommen)
1 TL Zucker
1 TL Sumak (Essigbaumgewürz aus dem türkischen Lebenmittelladen)
1/2 TL Kreuzkümmel (frisch gemörstert)
Estragon (2 Zweige, ergeben feingeschnitten 1 EL)

zum Abschmecken:

Olivenöl
Zitronensaft
Zucker/Salz

für das Topping: Sahnejoghurt (den guten stichfesten), einige Blätter frische Pfefferminze, Salz

Und so geht’s:

Paprika, Gurke, Zwiebel, Knoblauch klein würfeln. Mit den Dosentomaten zusammen pürieren. Gewürze hinzufügen. Ab in den Kühlschrank damit und zwei Stunden durchziehen lassen.

Für das Topping den Joghurt mit der feingeschnittenen Minze und einer guten Prise Salz vermengen und ebenfalls kühl stellen.

Vor dem Servieren die Suppe noch einmal abschmecken: etwas Olivenöl hinzugeben, evtl. Salz und/oder Zucker ergänzen und, wenn Ihr es noch gerne spritziger mögt, einen Spritzer Zitronensaft dazu geben.

Die Joghurtzubereitung als Inselchen in die angerichtete Suppe geben. Evtl. mit feingeschnittenen Minzblättchen garnieren … oder mit kleingewürfelten Paprika und Gurkenstückchen … oooooder … mit frisch gerösteten Croutons (falls Ihr Euch doch noch an die heiße Herdplatte stellen mögt).

Ich püriere die Suppe nur so weit, dass sie cremig wird, aber die einzelnen Bestandteil noch sichtbar bleiben. Wir mögen das nämlich, wenn es auch in  einer Suppe noch etwas zum Beißen gibt :-). Ihr könnte Sie natürlich auch ganz fein pürieren und noch duch ein Sieb passieren. Dann passen die Croutons als Beilage am besten dazu.

Statt des Essigstrauchs (Sumak) könnt Ihr auch mit Essig würzen. Ich wollte das Gewürz nur endlich mal ausprobieren, weil es schon so lange in meinem Schrank auf seinen Auftritt wartete.

Lasst es Euch schmecken und bewahrt neben kalter Küche einen kühlen Kopf!

 

Magic Monday #4 – Teil 2 – weitere Erleuchtungen

*plumps*

Da bin ich wieder.

Bei der unglaublichen Hitze verbringen ich deutlich weniger Zeit vor dem Internet als sonst. Das macht sich auch hier im Blog bemerkbar. Aber da war ja noch was, was ich angekündigt hatte zu liefern: weitere Bilder zum Magic Monday #4 von paleica zum Thema „leuchtend“. Na … dann mal los!

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Eigentlich hätte dieses Bild auch gut zum Thema der letzten Woche gepasst. Unperfekt ist es auf jeden Fall. Trotzdem schön. In dieser Nacht war ich vollkommen mondsüchtig und hab mit angetackertem Grinsen und angehaltenem Atem Serien von Bildern gemacht, weil der Wechsel der Farben im Hof des Mondes so faszinierend war. Die Bilder sind leider qualitativ alle nicht so dolle, weil die Grenzen meiner alten Knipse in diesem Bereich schnell erreicht waren.

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Am Meer bekomme ich definitiv leuchtende Augen … stellt sie Euch einfach zusätzlich zu diesem und den folgenden Bildern vor 🙂

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Aaaaah …

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Oooooooooh …

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Ach!

—snip—

Jetzt spukt in meinem Kopf noch künstlich leuchtendes herum … mal schaun, ob es mich in den nächsten Tagen noch überkommt. Morgen ist ja schon wieder Frage-Foto-Freitag bei Steffi und vielleicht fühle ich mich ja dann schon projektmäßig (neben der Arbeit *höhö*) ausgelastet 😉

Magic Monday #4 – Erleuchtungen aller Art – Teil 1

Wieder mal Magic Monday bei paleica … diesmal lautet das Thema „leuchtend“. 100 Bilder schossen mir beim Lesen sofort durch den Kopf: natürliches Licht, Kunstlicht, leuchtende Farben, strahlende Menschen. Wie soll ich da eine Auswahl treffen? Was ist mir am wichtigsten? MUSS ich überhaupt eine Auswahl treffen?

Nee. Muss ich nicht. Ich darf einfach anfangen. Irgendwo. Und mal sehen, was sich dann ergibt. Die Sache darf ja Spaß machen und ist kein Pflichtprogramm.

Na dann …

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Grandios, was die Natur uns so an leuchtenden Farben zu bieten hat. Stockrosen liebe ich sehr und kann an kaum einer vorbeigehen, ohne sie zu würdigen.

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… und Margariten. Sie sind so schlicht und doch voller Schönheit.

Gleich nochmal …

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Ich finde, es sieht fast aus, als würde sie von einem göttlichen Funken beseelt. Oder ist es etwa umgekehrt und sie schickt ihr Licht in die Welt?

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Nun ein wenig Feuer … in Form eines Essigstrauchs. Im Herbst explodieren ja dort die Farben und reichen oft im selben Blatt von tiefem Grün über knallige Rot-Orange-Töne bis zu strahlendem Gelb. Das hätte man doch schöner nicht erfinden können!

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Ein filigraner Löwenzahn mit beeindruckender Aureole. Wer bei einem solchen Anblick nicht Ehrfurcht vor der Schöpfung bekommt, dem ist nicht zu helfen 😉

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Auch Wehrhaftigkeit kann strahlen.

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Papaver orientale. Das Licht spricht türkisch.

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Oh. Eibisch!

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Eine Fülle, an der offensichtlich nicht nur ich interessiert war …

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Und etwas Abkühlung … passend zum heutigen Tag.

Ich wünsche Euch einen lebendigen Tag … und stellt Euer Licht nicht unter den Scheffel, lasst es LEUCHTEN!

Erdbeeren nach Acht

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Vorhin bin ich in einem Beet über die vor Monaten gesetzte und unter Giersch verschollen geglaubte After-Eight-Minze gestoßen. Die ist geschmacklich SO eine Sensation, dass sie sofort auf den Teller wandern musste.

Man nehme:

300g Erdbeeren
zwei Stängel After-Eight-Minze (alternativ andere, stark kühlende Minze)
2 EL Himbeerbalsam (oder Balsamico-Essig der guten Sorte … schön rund sollte er schmecken)
1 EL Rohrohrzucker

Zubereitung:

Die Erdbeeren, wenn nötig, waschen und von den grünen Perdürpseln befreien. In Scheiben schneiden.

Den Zucker über die Erdbeeren streuen und sie dann mit dem Himbeerbalsam beträufeln. Die Marinade vorsichtig unterheben. Das Ganze eine halbe Stunde durchziehen lassen. Solltet Ihr die Erdbeeren nur halbiert haben, bitte länger ziehen lassen.

Die Minze waschen, trockentupfen und in feine Streifen schneiden.

Erdbeeren auf einem Teller anrichten, Minze darüberstreuen.

Schnabulieren, wundern, sich begeistern 🙂

Falls Ihr keine After-Eight-Minze habt, was ich mir fast gar nicht vorstellen kann *räusper* … könnt ihr ergänzend zur ’normalen‘ Minze ein wenig geraspelte Zartbitterschokolade über die Erdbeeren geben.

Tja … dann mal flott losgelaufen und noch ein paar Erdbeeren organisiert. Unser Stand hier vor Ort hat noch geöffnet 😉

Gurken-Schlank-Fit-Zisch

Wie bereits versprochen, hier das Rezept für das erfrischende Sommergetränk, das wir gestern zum Mittagessen hatten und das mich seit ein paar Tagen durch die Hitze begleitet:

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Man nehme für eine 1,5l-Karaffe:

Salatgurke (Bio)
1 Zitrone (Bio)
frischen Ingwer
einige Stängel frische Minze
1,5l Wasser (wenn Ihr kein leckeres Kraneburger habt, dann stilles Mineralwasser)

Zubereitung:

Gurke, Zitrone, Minze waschen. Ingwer schälen. Von der Gurke ein Dutzend feine Scheiben abschneiden. Von der Zitrone (meine war eher groß) 6 dünne Scheiben schneiden. Den Ingwer ebenfalls in feine Scheiben schneiden. Die ganzen Minzstängel mit dem Messerblatt leicht anquetschen.

Alle Zutaten in die Karaffe legen und mit dem Wasser übergießen. Am besten schon am Vortag zubereiten und über Nacht gekühlt durchziehen lassen. Am erfrischendsten ist es natürlich, wenn Ihr das Getränk in ständiger Kühlung habt … mein Krug passt aber (natürlich) mal wieder nicht in den Kühlschrank *grummel*. Dafür hat das Tonmaterial selber allerdings kühlende Eigenschaften und damit ist mir auch schon geholfen.

Für die Mädels noch ein Tip: Ihr könnt Euch jetzt noch einbilden, dass der Drink gleichzeitig schlank macht und Euch einen Bikini-Bauch beschert. Der Ingwer regt in jedem Fall den Stoffwechsel an und die Gurke wirkt harnsäurelösend und wassertreibend. Wer jetzt noch auf seine Säure-Basen-Gleichgewicht achtet, den macht das Gesöff glücklich: Salatgurken sind im höchsten Grad basisch, ebenfalls die Gewürze und auch Zitrone wird, obwohl sie sauer schmeckt, im Körper basenbildend verarbeitet.

Gesund, erfrischend und lecker … WAS will man mehr?!

Ich bin übrigens eine gnadenlose Weiterverwerterin. Darum fülle ich den Krug zwischendurch mit frischem Wasser nach. Geschmack geben die Zutaten dafür genug her. Ihr dürft natürlich auch jedesmal neu schnibbeln, wenn Ihr daran Spaß habt.

Und nun … einen schönen Sonntag! Lasst die Seele baumeln!