Scribble #20

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Es dürert wieder; diesmal venezianisch. Warum den eigenen Kopf zerbrechen, wenn ein anderer schon perfekte Vorlagen geliefert hat. Da widme ich doch gern ein paar Stunden der liebevollen Ausarbeitung.

Erkenntnisse des Tages:

  • Ich brauche immer noch eine neue Brille.
  • Eine wirkliche Schönheit kann nichts entstellen.
  • Sorgsam, konzentriert und achtsam sein zu dürfen macht mich glücklich.
  • Es gibt nichts Schöneres, als zu tun, was man liebt.
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Prokrastinationshilfen

Gestern bin ich auf ein nettes Gadget gestoßen, dass ich unbedingt mit Euch teilen möchte… Koifütterung à la aBowman. Sehr schönes unnützes kleines Gimmick für die Webseite oder den Blog, wenn man dort noch mehr Zeit als ohnehin schon verbringen möchte.

Viel Spaß damit!

 

(Falls Ihr es nicht ohnehin schon herausgefunden habt: die Fischis folgen der Maus und sind begeistert über Futter, dass Ihr per Mausklick locker einstreuen könnt.)

Scribble #18

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Flott aus der Hand aufs Papier. So eine Feder freihand gezeichnet braucht keine 5 Minuten. Dagegen sitze ich fast zwei Stunden an einem Frosch.

Ich bin froh, dass ich mir selbst den Druck bei der Kritzelei genommen habe. Die Erlaubnis, mein 30-Tage-Projekt für gescheitert zu erklären und TROTZDEM weiter zu zeichnen, wenn ich Lust darauf habe, ist genau das, was ich gebraucht habe.

Erkenntnisse des Tages:

  • Flott und leicht ist manchmal angemessen, das eher Komplizierte reizt mich jedoch mehr. (WER hätte DAS gedacht!? *lach*)
  • Schwieriges mit Leichtigkeit tun zu können, macht mich glücklich. Das darf dann auch gerne länger dauern.
  • Scheitern ist sinnvoll.

Selbst sei die Biene – Löwenzahnhonig

IMG_3246Im letzten Jahr hab ich ja die Zeit verpasst, in der der Löwenzahn zu ernten gewesen wäre. Ich war irgendwie mit einem Ach-das-kannst-du-morgen-immer-noch-machen-Gefühl unterwegs und dann… war es ganz plötzlich zu spät. Damit Euch das nicht auch passiert, poste ich jetzt ganz flott das Rezept für den Löwenzahnhonig (der eigentlich ein Sirup ist). Dann habt Ihr über die Ostertage jede Menge Zeit, ihn nachzukochen, wenn ihr wollt.

Das kommt rein:

200 Löwenzahnblüten
1,5 l Wasser
1,5 kg Zucker
1-2 Zitronen

Und so wird’s gemacht:

Am besten erntet Ihr die Löwenzahnblüten um die Mittagszeit, weil sie da am weitesten geöffnet sind. Sucht Euch einen Ort, möglichst weit weg von Autostraßen, damit sie nicht Abgasverseucht sind. – Der Milchsaft macht übrigens ziemlich klebrige Finger. Wenn Ihr das nicht wollt, müsst Ihr Handschuhe anziehen. Vermutlich werdet Ihr den ein oder anderen Mitbewohner auf den Blüten finden. Die könnt Ihr meist ganz einfach abschütteln.

Zuhause beginnt dann die Arbeit, von der man bei mir zuhause immer sagte, sie sei für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hätte…

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Ihr zupft die Blütenblätter aus ihren Körbchen. Am besten sucht Ihr Euch jemanden, der mit Euch leidet, dann geht es schneller. Jedenfalls muss das grüne Zeug runter von den Blüten, weil der Sirup sonst bitter schmeckt und nur noch als Medizin zu gebrauchen ist. Ich habe von Techniken gelesen, das Grün abzuschneiden oder mit einem kleinen Löffel zu arbeiten… für mich taugt das alles nicht. Aber Ihr könnt es ja mal ausprobieren. Bei der Zupfaktion suchen dann vielleicht noch einmal kleinere Löwenzahnbewohner das Weite, wenn Ihr nicht gründlich genug abgeschüttelt habt. In manchen Rezepten steht, man solle die Blüten vor der Verarbeitung gründlich waschen. Das mache ich NIE. Käme mir auch total unsinnig vor. Der ganze schöne Blütenstaub ist dann futsch und das Aroma sicherlich nicht halb so intensiv.

Die Blütenblätter werden nun mit dem Wasser übergossen, der Saft einer Zitrone dazugegeben und alles zusammen kurz aufgekocht. Dann könnt Ihr Euch locker machen und das Ganze zugedeckt über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag seiht Ihr das Ganze durch ein Tuch ab. Ich habe für solche Zwecke so ein schlauchförmiges Dingens, mit dem man eigentlich Beeren für Gelee abpressen kann.

Nun noch den Zucker dazu und dann… braucht Ihr Geduld.

Ihr kocht das Ganze einmal auf und dann muss der Sirup zwischen 1,5 und 2 Stunden vor sich hin simmern. Vergesst es, diesen Prozess beschleunigen zu wollen, indem ihr die Kochstufe hochregelt… es sei denn, Ihr steht auf große, klebrige, stinkende Küchenkatastrophen. Das Zeug ist nämlich höllisch, wenn es überkocht.

Wenn Ihr einen hinreichend großen Topf genommen habt und der Sirup wirklich nur simmert, müsst Ihr Euch in der ersten Stunde wirklich um nichts kümmern. Umrühren bringt ihn nur aus der Fassung. Nach dieser Zeit könnt Ihr ab und zu mal nachschauen, wie es um seine Konsistenz bestellt ist. Ich mag es, wenn er einen schönen Karamellton angenommen hat und von der Konsistenz flüssigen Honigs ist. Evtl. wollt Ihr ihn auch noch etwas spritziger haben, dann gebt noch einmal nach Belieben Zitronensaft dazu.

Nun folgt natürlich das bei Marmeladen übliche Abfüllen und Auf-den-Kopf-Stellen…

Der Sirup eignet sich hervorragend als Brotaufstrich, zum Süßen von Tee, aber auch zum Abschmecken von Salatsaucen. Der Löwenzahngeschmack kommt gut durch, erschlägt einen aber nicht.

Guten Appetit und ein schönes Osterwochenende!