mein du*-***

 

mein du*

du mein du

du dein du

dubidu

 

(okay… das war die light-version)

*inspiriert durch claus

 

mein du**

du glaubst

vielleicht

du wärest du

du wüsstest

wer du bist

 

du hast

keine Ahnung

 

du bist

mein du

ich allein weiß

wer du ist

wen ich sehe

wen ich fühle

wen ich liebe

 

ohne mich

gäbe es kein du

du wärest

einfach nur

ein ich

(**nicht ganz so light, dafür mehr leid –
gar nicht so übel, wenn frau gedichte schreiben möchte)

 

mein du***

ein liebesgedicht

mit gehäuteter seele

fliegt leicht es davon

 

(***na, wer erkennt’s?)
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angst vs. liebe

„Anything we do out of fear of punishment if we don’t; everybody pays for it.

Anything we do for a reward; everybody pays for it.

Anything we do to make people like us; everybody pays for it.

Anything we do out of guilt, shame, duty, obligation; everybody pays for it.

That isn’t what we were designed for! We were designed to enjoy giving. To give from the heart.“

(Marshall Rosenberg)

 

vieles, was ich getan habe

habe ich aus angst getan

 

aus angst, deine liebe zu verlieren

aus angst vor der strafe des liebesentzugs

(diese spielart der macht beherrschst du perfekt)

aus angst, deine erwartungen zu enttäuschen

aus angst vor deiner wut

aus angst vor deinem schweigen

aus angst vor deinem trotz

aus angst vor deiner ablehnung

aus angst, dich zu verlieren

den einzigen menschen, der mir das gefühl gab

bedingungslos angenommen zu sein

wieder und wieder

jedenfalls, wenn du gut drauf warst

 

 

das meiste, was ich getan habe

habe ich aus liebe getan

zum glück

jedenfalls zu meinem

 

aus liebe beigetragen

aus liebe angenommen

aus liebe getragen

aus liebe gelustet

aus liebe geliebt

 

ich nehme alles

was ich aus angst getan habe

liebevoll in mein herz

ich vergebe mir

ich nehme mich an

mit all meiner angst

 

ich vergebe dir

dass du meine aus der angst geborenen geschenke

gerne angenommen hast

 

wir konnten es nicht besser

 

ich nehme alles

was ich aus der liebe heraus tat

barmherzig in mein herz

ich vergebe mir

ich nehme mich an

mit all meiner liebe

vergebe mir

dass sie nicht ausreichte

um meine wünsche

meine sehnsucht

zu erfüllen

 

ich vergebe dir

dass du meine liebe

nicht schützen konntest

dass sie

weniger kostbar für dich war

als für mich

dass du

nicht achtsam mit ihr sein konntest

ich vergebe dir

dass meine liebe

zu wenig für dich war

als dass du hättest

bei mir bleiben wollen

ohne eine andere frau

 

ich entlasse dich

aus meinen angelegenheiten

 

ich vergebe mir

meinen schmerz

dass ich mich abhängig gemacht habe

von dir

von deinen gefühlen

von deinem willen

dass ich dir so viel macht

über mich gegeben habe

 

ich will üben

meine macht

zu mir zurückzunehmen

 

heute will ich

für fünf minuten

frei sein

unbegreiflich

unbegreiflich

die liebe

unbegreiflich

die lust

unbegreiflich

was geschah

der schmerz

 

unvermeidlich

die liebe

unvermeidlich

die lust

unvermeidlich

was geschah

der schmerz

 

begreiflich

der schmerz

begreiflich

die lust

begreiflich

die liebe

 

vermeidlich

nichts

 

was geschah

was ist

was geschieht

 

unvermeidbar begreiflich

 

auf den spuren der identität zwei (wie ich bin)

 

ich bin, die ich bin

ich weiß, wer ich bin

ich bin eigen

 

ich habe einen Weg

ich bin auf einem Weg

dieser Weg ist sicher

 

ich muss nichts tun

ich kann nicht einmal

etwas tun

 

was andere tun

kann mich

nicht wirklich aufhalten

 

ich kann versuchen

es zu kontrollieren

ich kann mich aber auch

zurücklehnen

entspannen

die Fahrt genießen

auf den spuren der identität eins (wie ich nicht bin)

 

ich bin

der ort, an dem ich bin

mit all seinen erinnerungen

 

er beschreibt mich

jeden tag aufs neue

er bestimmt mich

mit allem, was ich erlebt habe

mit allem, was andere hier erlebt haben

 

ich bin ein leeres blatt

das sich danach sehnt

beschrieben zu werden

 

ich kann viele sein

immer wieder neu

immer wieder anders

darum wird immer eine offene Frage bleiben

wer ich bin

 

ich bestimme

von welchem ort

ich mich füllen lassen möchte

 

ich wähle

was mich wirklich glücklich macht

was sich gut anfühlt

was gut für mich ist

was ich will

 

nur, wenn ich dies alles beachte

mir zeit nehme

bis es in mir ruhig wird

wenn ich dann ‚ja‘ sagen kann

dann passt es wirklich zu mir

 

was ich darüber denke

was richtig ist

ist vollkommen schnuppe