mein du*-***

 

mein du*

du mein du

du dein du

dubidu

 

(okay… das war die light-version)

*inspiriert durch claus

 

mein du**

du glaubst

vielleicht

du wärest du

du wüsstest

wer du bist

 

du hast

keine Ahnung

 

du bist

mein du

ich allein weiß

wer du ist

wen ich sehe

wen ich fühle

wen ich liebe

 

ohne mich

gäbe es kein du

du wärest

einfach nur

ein ich

(**nicht ganz so light, dafür mehr leid –
gar nicht so übel, wenn frau gedichte schreiben möchte)

 

mein du***

ein liebesgedicht

mit gehäuteter seele

fliegt leicht es davon

 

(***na, wer erkennt’s?)
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gestern noch

Herz-Brücke-Niedernhausen

 

küss mich

fuß auf herz

lippen auf lippen

aug in aug

hoch über gleisen

hand in hand

atem bei atem

seit an seit

auf dem weg

nach hause

unbegreiflich

unbegreiflich

die liebe

unbegreiflich

die lust

unbegreiflich

was geschah

der schmerz

 

unvermeidlich

die liebe

unvermeidlich

die lust

unvermeidlich

was geschah

der schmerz

 

begreiflich

der schmerz

begreiflich

die lust

begreiflich

die liebe

 

vermeidlich

nichts

 

was geschah

was ist

was geschieht

 

unvermeidbar begreiflich

 

auf den spuren der identität zwei (wie ich bin)

 

ich bin, die ich bin

ich weiß, wer ich bin

ich bin eigen

 

ich habe einen Weg

ich bin auf einem Weg

dieser Weg ist sicher

 

ich muss nichts tun

ich kann nicht einmal

etwas tun

 

was andere tun

kann mich

nicht wirklich aufhalten

 

ich kann versuchen

es zu kontrollieren

ich kann mich aber auch

zurücklehnen

entspannen

die Fahrt genießen

auf den spuren der identität eins (wie ich nicht bin)

 

ich bin

der ort, an dem ich bin

mit all seinen erinnerungen

 

er beschreibt mich

jeden tag aufs neue

er bestimmt mich

mit allem, was ich erlebt habe

mit allem, was andere hier erlebt haben

 

ich bin ein leeres blatt

das sich danach sehnt

beschrieben zu werden

 

ich kann viele sein

immer wieder neu

immer wieder anders

darum wird immer eine offene Frage bleiben

wer ich bin

 

ich bestimme

von welchem ort

ich mich füllen lassen möchte

 

ich wähle

was mich wirklich glücklich macht

was sich gut anfühlt

was gut für mich ist

was ich will

 

nur, wenn ich dies alles beachte

mir zeit nehme

bis es in mir ruhig wird

wenn ich dann ‚ja‘ sagen kann

dann passt es wirklich zu mir

 

was ich darüber denke

was richtig ist

ist vollkommen schnuppe

die erste sein

über viele jahre war ich die zweite

erst ohne versprechen

dann mit

ich war mir dessen bewusst

es war schmerzlich

 

ich habe mir gewünscht

die erste zu sein

 

nach dem tod der ersten

bin nun ich die erste

und es gibt wieder eine zweite

 

ich erkenne schmerzlich:

die erste dient dazu

das vertraute zu sein

das, was solide ist

das, was gleichzeitig unbequem ist

eine perfekte projektionsfläche

für alles schwere zu sein

 

die erste dient dazu

sich von ihr zu befreien

weil es wo anders schöner scheint

leichter

friedvoller

unverbindlicher

 

die erste ist die pflicht

die zweite ist die kür

 

die zweite dient dazu

das neue zu sein

das, was abenteuerlich ist

das, was aufregend ist

das, was erregend ist

das, was leicht erscheint

das, wo alle (er)lösungen zu liegen scheinen

für alles, was in dir selbst schwer ist

 

ich bedauere

mir je gewünscht zu haben

die erste zu sein

 

in deinem leben

ist es besser

die ewige zweite zu sein

 

ich gebe meine erste geige ab

 

mag die zweite nun zur ersten werden

das ist strafe genug