Scribble #26

IMG_1160Es tut mir gut, wieder in mein Buch zu zeichnen. Es bringt mir die innerliche Ruhe, die mir nachts gerade oft abhanden kommt. Ich nehme mir fest vor, für mein nächstes Leben die Fähigkeit, tagsüber schlafen zu können schon einmal vorzubestellen. Es ist ein Elend, ständig so müüüüüüde zu sein…

*wegschlurf*

Scribble #25

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Das neue Jahr möchte ich gleich damit beginnen, alte Gewohnheiten wieder aufzunehmen.

Ich hoffe, Ihr seid gut in 2015 gelandet und wünsche wünsche Euch ein wundervolles Jahr voller Lebendigkeit!

Cynthia

 

(P.S.: Die dicken Marker und ich… wir werden einfach keine Freunde.)

Schenkt mir bloß kein Buch!

In wenigen Tagen ist es mal wieder so weit: ich habe Geburtstag. Und vermutlich wird es auch in diesem Jahr wieder irgendjemanden geben, der mir wohlgesonnenerweise ein Buch schenkt… denn ich bin in meinem Freundes- und Bekanntenkreis als Leserin bekannt.

Nur machen geschenkte Bücher mir leider nur selten Freude. Bis auf wenige Ausnahmen lese ich sie nämlich nie. Dafür schauen sie mich dann über Tage, Wochen, Jahre oder gar Jahrzehnte vorwurfsvoll erst vom Geburtstagstisch, dann von einem Stapel und letztendlich aus dem Bücherregal heraus an: „Lies mich! Tu Deine Pflicht! Ich bin Dir in Liebe und Freundschaft geschenkt worden… Würdige das! Jetzt!“ – Und das führt dann dazu, dass ich mich gleich auf dem Absatz umdrehe und das Buch zur Strafe erst recht nicht weiter beachte. Trotzdem steht es in meiner Wohnung und wird mir beharrlich bei nächster Gelegenheit wieder auflauern und mich mahnen.

Leider ‚sprechen‘ nicht nur die Bücher zu mir, sondern manchmal auch die Menschen, die sie mir schenkten. Und die wollen dann wissen, wie es mir gefallen hat. Das ist dann immer eine blöde Situation, in der ich mich nicht besonders wohl fühle. Ich möchte diese Menschen ja auch nicht enttäuschen oder kränken.

Jetzt könnte ich diese Bücher einfach lesen und damit wäre die Sache durch…

Aber das geht nicht. Denn ich bin niemand, der aus Zeitvertreib liest. Manchmal lese ich, um mir Wissen anzueignen. Aber solche Bücher werden mir eher selten geschenkt und so laufen sie außer Konkurrenz. Wenn ich sonst lese, dann lese ich… weil ich mich verliebt habe. Ich gehe mit jedem Buch eine Liebesbeziehung auf Zeit ein… und manche Lieben halten sogar lebenslang. Und damit komme ich auch zu dem Grund, aus dem ich keine Bücher lese, die mir geschenkt werden… und nur sehr selten welche, die mir jemand wärmstens ans Herz legt:

Ich verliebe mich gerne spontan. Ich brauche keine Dating-Agentur und keine Freunde dazu, die mich mit ihrem besten ‚Freund‘ bekannt machen den sie selber interessant finden oder von dem sie denken, dass er zu mir passen würde. Ich vertraue darauf, dass ich ‚den Richtigen‘ auch ohne ihre Hilfe finde. Manchmal muss ich gar nicht danach suchen… dann findet ‚der Richtige‘ mich.

Wenn Ihr also mir und Euch einen Gefallen tun wollt: Schenkt mir bloß kein Buch!

Und wenn Ihr es partout nicht lassen könnt, dann fragt mich doch, in welches ich mich gerade gern verlieben würde. Manchmal habe ich da nämlich tatsächlich eine Liste. Und dann kann ich mich ganz ehrlich freuen, anstatt Eure Bemühungen zu würdigen.

Ich werde demnächst mal einen Streifzug durch Bücherregale und –Stapel machen und mich von allen Büchern trennen, die mich mahnend anschauen. Ich werde sie ein letztes Mal in die Hand nehmen und den Schenkenden im Geiste danken, dass sie liebevoll an mich gedacht haben und mich nach bestem Wissen und Gewissen beschenkt haben… und dann werde ich die Bücher freilassen… damit sie Menschen finden, die sich vielleicht in sie verlieben können. Aus freien Stücken.

Kleine Fundstückauswahl für moïra et moi

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Vor anderthalb Wochen hatten moïra et moi ihre Acker-Scherben-Fundstücke gezeigt und ich erinnerte mich, dass ich i-r-g-e-n-d-w-o doch auch noch ein Säckchen mit solchen Dingen von einem Feldweg aus Italien haben müsste…

Gestern bin ich dann, bei der Suche nach gänzlich anderen Dingen, darüber gestolpert. Da Anne oder Daniela… oder war es Daniela oder Anne… die Scherben gerne sehen wollten, hab ich grad mal zwei Handvoll aus dem Säckchen geklaubt und für Euch abgelichtet.

Ich wünsche allen eine scherbenfreie Woche!

Rost gefällig?

In meinem 365-Tage-Foto-Projekt habe ich mir ja im letzten Monat den Rahmen ‚Rost‘ gesteckt. Ich finde, es sind ein paar ganz außergewöhnlich schöne Bilder dabei herausgekommen… wobei… Rost IST einfach ganz außergewöhnlich schön! Da muss man sich schon fast anstrengen, dass es KEINE schönen Bilder werden!

*lach*

Vieleicht habt Ihr ja Lust, ‚drüben‘ in der Juni-Galerie noch einmal mit mir zu schwelgen?

Trau Dich!

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Es ist nie zu spät, mal etwas zu machen, das man noch nie gemacht hat. Vor 1,5 Jahren habe ich mir ein neues Auto gekauft und mich von meinem alten Volvo Kombi verabschiedet. Bei dem habe ich ja allerhand Kleinigkeiten selbst repariert. Leuchtmittel auszutauschen war da ein Klacks. Selbst Scheinwerferverblendungen nur teilweise auszutauschen und neues mit altem Material zu ergänzen ging problemlos. Das war ja alles eine sehr übersichtliche und robuste Geschichte.

Ganz anders dagegen bei diesem neumodischen Kram. Alles ist eng, abgerundet, hinter irgendeinem fixierenden und schützenden Kunststoffzeug versteckt. Das mag funktional sein, dient aber, wie ich vermute, auch dazu, dass man nichts selbst dran rumfummelt. Als im Februar dann die erste Birne im vorderen Scheinwerfer kaputt war, hab ich die Kiste in das Autohaus am Ort gebracht. Schließlich hatte ich den Wagen dort gekauft und die versichterten mir glaubhaft, dass sie so freundlich wären, bei solchen Geschichten keine Arbeitszeit zu berechnen, sondern nur den Materialpreis. Das fand ich super! Sehr guter Service. Das Auto dort gekauft zu haben, fühlte sich gleich noch mal besser an.

Ungefähr so lange, bis ich die Rechnung sah.

24,45 €

Da blieb mir glatt die Spucke weg. Nicht nur, dass ich es ohnehin unerklärlich fand, dass nach etwas über einem Jahr ein Birnchen kaputt geht, wo ich doch bei meiner alten Kiste (trotz stetiger ‚Tagbeleuchtung‘) in 7 Jahren nur zwei Vorderscheinwerferbirnen wechseln musste und eine der hinteren Blinkleuchten… Jetzt suchte ich vergeblich nach der Feingoldauflage, die das Material bei diesem Preis haben musste.

Gestern nun war es wieder so weit. Diesmal blieb die andere Seite dunkel. Mein Partner rief das Autohaus an, um einen Termin zu machen. Auf seine Nachfrage hin, warum diese Birnen denn so schnell kaputt gingen, wurde ihm beschieden, das Material heute sei einfach so schlecht, dass es bei Erhitzung und gleichzeitigem Durchfahren von Schlaglöchern schon mal einfach ‚knack‘ in der Glühwendel machen würde. – Aha. Schlechtes Material. Wenn ich mir überlege, dass ich für ein PAAR H7-Birnchen zwischen 6 und 20 Euro bezahle (o.k. man KANN auch 35 zahlen, aber das ist ein preislicher Ausreißer im Angebot), dann kann ich von einem einzelnen Birnchen, das mich 24,45 kostet eigentlich schon erwarten, dass das kein minderwertiges Material ist. Ich war, gelinde gesagt, etwas irritiert.

Die Irritation wuchs sich schnell zum Sauer-Sein aus. Ich hatte mich beim letzten Mal ja schon tüchtig geärgert und hatte nicht vor, mich weiter nasführen zu lassen. Also: andere Werkstatt angerufen. Die Leute da sind mir ohnehin viel sympathischer und haben mein altes Schätzchen zu reellen Preisen repariert. Leider ging da niemand ans Telefon.

Wozu Wut doch alles gut sein kann: Ich also noch mal raus an die Kiste. Motorhaube auf. So schwer kann das nicht sein. Ein Automechaniker braucht garantiert keine 5 Minuten für so einen Wechsel. Nicht mal, wenn alles gut verpackt ist. Und: siehe da.  Es geht. Ohne Werkzeug. Frau muss nur die Traute haben.

Diese Frau hat sie!

Nachdem ich erfolgreich die alte Birne aus- und wieder eingebaut hatte, bin ich zur Tanke gefahren und habe dort ein Birnchen mit Feingoldauflage gekauft. Immer noch um die Hälfte günstiger als im Autohaus. 14 km zu fahren, um im Baumarkt Material zu shoppen, hatte ich einfach keine Möge mehr gestern, weil eh ein harter Tag war. Und weil es mich nervös macht, wenn mir Nachbarn oder gar der eigene Kerl auf die Finger schauen können, wenn ich etwas zum ersten Mal mache, bin ich auf einen Parkplatz gefahren, auf dem wenig Betrieb ist. Motorhaube auf. Wasserschutz runter. Stecker ab. Birnchen raus. Birnchen rein. Stecker drauf (nach Gefühl… wegen ohne Sichtkontakt… fummelfummel). Wasserschutz druff. Motorhaube zu. Licht an. Funzt.

Sehr schön!

Den Rest des Tages hat mir die Aktion gute Laune beschert. Ich kann so was. Ich bin lernfähig. Eigentlich gibt es nicht viel, was ich nicht lernen könnte… wenn ich will. Manchmal will ich. Ich werde mir jetzt ein paar ADAC-getestete Birnchen besorgen, die eine hohe Lebensdauer haben und die werden eingebaut, wenn die jetzigen dann das Zeitliche segnet. Ich freu mich schon drauf. Und die nächste Herausforderung kommt bestimmt!