Bärlauchsalz… schnell noch mal zugreifen

Bevor die Zeit endgültig für dieses Jahr vorbei ist, hier noch eins meiner Lieblingsrezepte für Bärlauch, weil man ihn so das gesamte Jahr genießen kann:

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Man nehme:

100g Bärlauch (wenn Ihr keine Möglichkeit habt, ihn selbst zu pflücken: es gibt ihn inzwischen auch in den Supermärkten frisch… sogar bei Lidl)

500g Salz (ich nehme gerne Himalayasalz, es geht aber auch Stinknormal-Salz 😉 )

Und so geht’s:

Den Bärlauch säubern und wenn es nötig ist, ihn zu waschen, dann danach gut trocken tupfen. Danach den Bärlauch grob schneiden und in den Mixer oder Multizerkleinerer geben. Hier weiter zerkleinern. Nun das Salz hinzugeben und alles zusammen zu einer homogenen Masse ‚mahlen‘.

Das Salz in eine Auflaufform umfüllen und im Backofen bei 50 Grad trocknen lassen. Damit die Feuchtigkeit abziehen kann, die Ofentür mit einem dazwischengeklemmten Kochlöffel leicht auf Kipp halten. Je nachdem, wie feucht das Salz ist, dauert das 1-2 Stunden. Natürlich könnt Ihr das Salz auch an der Luft trocknen. Es dauert nur dadurch länger.

Nach dem Trocknen mit einer Gabel auflockern oder noch einmal mit dem Mixer bearbeiten und in gut verschließbare Gläser abfüllen.

Ich habe im letzten Jahr so viel davon gemacht, dass ich in diesem Jahr noch davon zehre. Das Salz ist inzwischen zwar nicht mehr so gritzegrün, wie zu Beginn, aber noch genauso schmackhaft. Es eignet sich hervorragend zum Würzen von Dressings, aber auch zum Kochen, Braten, Grillen und zum Anfertigen von Dips oder Kräuterbutter. Darum findet Ihr es (gefühlt) auch in mindestens jedem zweiten herzhaften Gericht, das ich hier gebloggt habe.

Guten Appetit!

Raus aus der Höhle! Der Bärlauch ruft!

Wie Ihr wahrscheinlich gemerkt habt, bin ich ein wenig in Kritzelverzug geraten. Irgendwie kam jede Menge Leben dazwischen. So ist das, wenn der Bär seinen Winterschlaf beendet und aus seiner Höhle kriecht. Mit mehr Leben kamen dann auch wieder mehr Ideen und mit mehr Ideen dann auch mehr Zeitbedarf für ihre Umsetzung und… und… so isses nun einmal. Mir gefällt das auch im Großen und Ganzen. Dabei hätte ich beinahe die Bärlauchzeit verpennt. Wie gut, dass wir hier ‚oben‘ jahreszeitlich immer ein wenig hinterher hinken; so habe ich noch Beute machen können und ich bin zuversichtlich, dass es nicht das letzte Mal in diesem Jahr sein wird.

Aber nun erst mal das Rezept für Bärlauchpaste. Das ist eine wunderbare Art ihn haltbar zu machen und über das ganze Jahr genießen zu können.

Für 1 kleines Glas Bärlauchpaste:

100g frischen Bärlauch
40 ml Olivenöl
2 TL Salz (vorzugsweise Himalaya-Salz wg. der enthaltenen Spurenelemente und des Hui-Buh-Effekts)

 

Und so geht’s:

Den Bärlauch, wenn nötig, waschen und trockenschleudern. Dann in Streifen schneiden. Den kleingeschnittenen Bärlauch in den Multizerkleinerer. Öl und Salz dazu. Alles zusammen so lange zerkleinern, bis eine homogene Masse entstanden ist. Ich mag es gern, wenn es nicht gar zu klein ist und noch kleine ‚Blättchen‘ sichtbar sind.

Nun nur noch das Ganze ins Glas umfüllen. Dabei darauf achten, dass keine Luftblasen hängen bleiben. Zum Abschluss noch einen Schwupps Olivenöl als Spiegel obenauf, damit die Paste sich länger hält. Auch ungekühlt ist sie so mehrere Monate haltbar. Wenn Ihr sie geöffnet habt, zieht sie in die Kühlschrank um. Auch hier bleibt sie noch lange haltbar, wenn ihr darauf achtet, dass sie immer von etwas Olivenöl bedeckt ist.

Diese Paste könnt Ihr vielfältig einsetzen. Ihr könnt sie

  • mit Pinienkernen (oder anderen Nüssen) und frisch geriebenem Parmesan zu Pesto verlängern.
  • direkt als Brotaufstrich nutzen.
  • als Würze in Salatsaucen verwenden.
  • Gemüsesuppen damit würzen.
  • Kräuterbutter damit herstellen.

Guten Appetit!