haariges rondell

 

lange haare, langer zopf, lange liebe

sprung ins ungewisse

rapp-zapp-ab!

lange haare, langer zopf, lange liebe

schlotterbuxe voll

aus die büx!

lange haare, langer zopf, lange liebe

sprung ins ungewisse

 

***

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farben

 

die traurigen farben,

in die ich mich hüllte,

weil du sie an mir liebtest,

ich streife sie ab.

ich tanze nackt.

 

ich schlüpfe in farben,

die zeigen, wer ich bin.

ich bin kräftig.

ich bin sanft.

ich bin heiter.

ich bin laut.

ich bin lebendig.

ich bin schrill.

ich bin zart.

 

ich bin die, mit den blumen.

die, mit den mustern.

die, die lila-rot-orange feiert,

in pastell schwelgt

und muster mag,

die andere als testbild

bezeichnen würden.

 

ich bin, die ich bin.

 

ich höre auf, mich dir zuliebe

zu verstecken.

ich weiß:

das wolltest du nie.

du hast es nicht gefordert.

 

aber ich habe die skepsis in deinen augen gesehen,

wenn ich in deiner heimat die war, die ich bin.

ich habe das leuchten in deinen augen gesehen,

wenn ich mich in gedeckte farben gekleidet habe.

 

du nanntest sie natürlich.

sie entsprechen deiner natur.

du konntest dich in ihnen wiederfinden.

du konntest dich in mir sehen.

 

ich habe das gern für dich gemacht.

ich habe es aus liebe getan.

ich habe angefangen,

das schwere, traurige,

deiner natur entsprechende zu lieben.

 

weil ich dich liebte.

weil ich wollte, dass du das bekommst,

was du dir wünschst.

ich wollte der spiegel sein,

in dem du dich wiedererkennst.

 

dabei habe ich mich selbst

immer mehr zugedeckt.

bin leiser geworden.

grauer, brauner, fahler, … beige.

 

dabei waren es nicht diese töne,

in die du dich verliebt hast.

du hast dich in die verliebt,

die ich war.

 

ich habe uns beide

um mich betrogen.

 

ich will wieder werden, die ich war.

nicht, damit ich wieder die bin,

in die du dich verliebt hast.

indem ich wieder die bin,

die ich einmal geliebt habe.

die, die sich mit sich im frieden gefühlt hat.

weil sie genau die war, die sie sein wollte.

für niemand anderen.

 

***

 

(Über ein halbes Jahr bin ich jetzt schon auf mich zurückgeworfen. Ich komme mir immer näher. Und es gefällt mir, verdammt nochmal, was ich da sehe! *lach*)

Annas Gram

 

Anna nahm ein Gramm Vertrauen.

Verrat, neu!

Anna nahm noch ein Gramm Vertrauen

Tarn-Revue…

Au, nervt er!

Anna gab das Gramm zurück.

Anna gab den Gram zurück.

Anna ging.

 

***

 

(In der letzten Zeit ist mein innerer Anagramm-Generator wiedererwacht. Als Grundschulkind wurde er geweckt und ich habe wirklich Stunden damit zubringen können, Wörter so lange zu schütteln, bis keine neuen mehr herausfielen. Schön, wenn Kindheitskompetenzen wieder lebendig werden!)

whatever

 

wie war das nochmal

als deine stimme mich durchfloss

sich in mein herz sang

mich einhüllte in geborgenheit

 

wie war das nochmal

als deine arme mich hielten

mein herz sich öffnete

sich vertrauensvoll an dich schmiegte

 

wie war das nochmal

als mein herz begann zu singen

und lieder lernte

die freiheit versprachen

 

wie war das nochmal

als meine seele, auf dem rücken liegend

die arme ausbreitete

sich unserem lebensfluss anvertraute

 

wie war das nochmal

als meine träume noch träume waren

und realtität das schien

was aus meinen träumen werden könnte

 

wie war das nochmal

als gestern nur gestern war

und heute nur heute

um morgen alles möglich schien

 

wie war das nochmal

als ich noch nicht wusste

was ich heute weiß

als ich noch die alte war

 

wie war das nochmal

als ich blind war

sehend blind

liebend blind

 

wie ist es

wenn ich sehe

wenn ich fühle

wenn ich bin, die ich bin

 

wie ist es

wenn ich trauere

wenn ich abschied nehme

wenn ich akzeptiere, was nicht mehr ist

 

wie ist es

wenn ich zur abwechslung

mal mich selbst liebe

nur zur übung

 

wie wäre es

wenn ich mich nicht mehr klein machte

wenn ich aufhörte zu glauben

ich wäre weniger wert

 

wie wäre es

wenn ich mir vom teller

das größte stück nähme

einfach, weil ich es kann

 

es war, wie es war

es ist, wie es ist

es wird, wie es wird

ich habe alles und nichts in der hand

 

***

Siebenzeiliger Pakt (bei Schiller geborgt)

 

Stare wolken von Linde zu Eiche,

Regen fällt im Stundentakt.

Im Innern schließe ich den Pakt

mit mir, zur eig’nen Heilung ich gereiche

die Hand, den Fuß, das Herz erweiche.

Ein Ende mache mit der Pflicht,

so sie der Liebe widerspricht.

 

***

gloria

 

Immer wieder ein Vergnügen und von Zeit zu Zeit mal wichtig zu erinnern:

 

 

inspirierend

anarchistisch

monogam (wenigstens meistens)

weiblich

humorvoll

attraktiv

traurig (wenn es dran ist … und wenn es vorbei ist, ist es vorbei)

initiativ

aufrichtig

mutig

 

***