Gazpacho à la Rübenigeline

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Immer noch so eine Hitze … und kein Ende in Sicht. Wer hat da schon Lust zu kochen? – Ich nicht. Jedenfalls ganz bestimmt nicht tagsüber.

Darum blieb bis jetzt die Küche kalt, was aber nicht bedeutet, es hätte nicht trotzdem etwas Leckeres zu essen gegeben. Vielleicht habt Ihr ja Lust, mein kaltes Süppchen für Eure Wochenendküche zu übernehmen? Die meisten Zutaten lassen sich ja noch schnell erjagen oder zumindest geschmacklich schnell durch Sachen, die Ihr eh zuhause habt, ersetzen:

Man nehme:

2 kleine Dosen geschälte Tomaten
1/2 Salatgurke
1 rote Paprika
1/2 Zwiebel (gerne auch Gemüsezwiebel)
1 Knoblauchzehe
1 TL Salz (ich hab wieder mein geliebtes selbstgemachtes Bärlauchsalz genommen)
1 TL Zucker
1 TL Sumak (Essigbaumgewürz aus dem türkischen Lebenmittelladen)
1/2 TL Kreuzkümmel (frisch gemörstert)
Estragon (2 Zweige, ergeben feingeschnitten 1 EL)

zum Abschmecken:

Olivenöl
Zitronensaft
Zucker/Salz

für das Topping: Sahnejoghurt (den guten stichfesten), einige Blätter frische Pfefferminze, Salz

Und so geht’s:

Paprika, Gurke, Zwiebel, Knoblauch klein würfeln. Mit den Dosentomaten zusammen pürieren. Gewürze hinzufügen. Ab in den Kühlschrank damit und zwei Stunden durchziehen lassen.

Für das Topping den Joghurt mit der feingeschnittenen Minze und einer guten Prise Salz vermengen und ebenfalls kühl stellen.

Vor dem Servieren die Suppe noch einmal abschmecken: etwas Olivenöl hinzugeben, evtl. Salz und/oder Zucker ergänzen und, wenn Ihr es noch gerne spritziger mögt, einen Spritzer Zitronensaft dazu geben.

Die Joghurtzubereitung als Inselchen in die angerichtete Suppe geben. Evtl. mit feingeschnittenen Minzblättchen garnieren … oder mit kleingewürfelten Paprika und Gurkenstückchen … oooooder … mit frisch gerösteten Croutons (falls Ihr Euch doch noch an die heiße Herdplatte stellen mögt).

Ich püriere die Suppe nur so weit, dass sie cremig wird, aber die einzelnen Bestandteil noch sichtbar bleiben. Wir mögen das nämlich, wenn es auch in  einer Suppe noch etwas zum Beißen gibt :-). Ihr könnte Sie natürlich auch ganz fein pürieren und noch duch ein Sieb passieren. Dann passen die Croutons als Beilage am besten dazu.

Statt des Essigstrauchs (Sumak) könnt Ihr auch mit Essig würzen. Ich wollte das Gewürz nur endlich mal ausprobieren, weil es schon so lange in meinem Schrank auf seinen Auftritt wartete.

Lasst es Euch schmecken und bewahrt neben kalter Küche einen kühlen Kopf!

 

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Erdbeeren nach Acht

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Vorhin bin ich in einem Beet über die vor Monaten gesetzte und unter Giersch verschollen geglaubte After-Eight-Minze gestoßen. Die ist geschmacklich SO eine Sensation, dass sie sofort auf den Teller wandern musste.

Man nehme:

300g Erdbeeren
zwei Stängel After-Eight-Minze (alternativ andere, stark kühlende Minze)
2 EL Himbeerbalsam (oder Balsamico-Essig der guten Sorte … schön rund sollte er schmecken)
1 EL Rohrohrzucker

Zubereitung:

Die Erdbeeren, wenn nötig, waschen und von den grünen Perdürpseln befreien. In Scheiben schneiden.

Den Zucker über die Erdbeeren streuen und sie dann mit dem Himbeerbalsam beträufeln. Die Marinade vorsichtig unterheben. Das Ganze eine halbe Stunde durchziehen lassen. Solltet Ihr die Erdbeeren nur halbiert haben, bitte länger ziehen lassen.

Die Minze waschen, trockentupfen und in feine Streifen schneiden.

Erdbeeren auf einem Teller anrichten, Minze darüberstreuen.

Schnabulieren, wundern, sich begeistern 🙂

Falls Ihr keine After-Eight-Minze habt, was ich mir fast gar nicht vorstellen kann *räusper* … könnt ihr ergänzend zur ’normalen‘ Minze ein wenig geraspelte Zartbitterschokolade über die Erdbeeren geben.

Tja … dann mal flott losgelaufen und noch ein paar Erdbeeren organisiert. Unser Stand hier vor Ort hat noch geöffnet 😉

Gurken-Schlank-Fit-Zisch

Wie bereits versprochen, hier das Rezept für das erfrischende Sommergetränk, das wir gestern zum Mittagessen hatten und das mich seit ein paar Tagen durch die Hitze begleitet:

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Man nehme für eine 1,5l-Karaffe:

Salatgurke (Bio)
1 Zitrone (Bio)
frischen Ingwer
einige Stängel frische Minze
1,5l Wasser (wenn Ihr kein leckeres Kraneburger habt, dann stilles Mineralwasser)

Zubereitung:

Gurke, Zitrone, Minze waschen. Ingwer schälen. Von der Gurke ein Dutzend feine Scheiben abschneiden. Von der Zitrone (meine war eher groß) 6 dünne Scheiben schneiden. Den Ingwer ebenfalls in feine Scheiben schneiden. Die ganzen Minzstängel mit dem Messerblatt leicht anquetschen.

Alle Zutaten in die Karaffe legen und mit dem Wasser übergießen. Am besten schon am Vortag zubereiten und über Nacht gekühlt durchziehen lassen. Am erfrischendsten ist es natürlich, wenn Ihr das Getränk in ständiger Kühlung habt … mein Krug passt aber (natürlich) mal wieder nicht in den Kühlschrank *grummel*. Dafür hat das Tonmaterial selber allerdings kühlende Eigenschaften und damit ist mir auch schon geholfen.

Für die Mädels noch ein Tip: Ihr könnt Euch jetzt noch einbilden, dass der Drink gleichzeitig schlank macht und Euch einen Bikini-Bauch beschert. Der Ingwer regt in jedem Fall den Stoffwechsel an und die Gurke wirkt harnsäurelösend und wassertreibend. Wer jetzt noch auf seine Säure-Basen-Gleichgewicht achtet, den macht das Gesöff glücklich: Salatgurken sind im höchsten Grad basisch, ebenfalls die Gewürze und auch Zitrone wird, obwohl sie sauer schmeckt, im Körper basenbildend verarbeitet.

Gesund, erfrischend und lecker … WAS will man mehr?!

Ich bin übrigens eine gnadenlose Weiterverwerterin. Darum fülle ich den Krug zwischendurch mit frischem Wasser nach. Geschmack geben die Zutaten dafür genug her. Ihr dürft natürlich auch jedesmal neu schnibbeln, wenn Ihr daran Spaß habt.

Und nun … einen schönen Sonntag! Lasst die Seele baumeln!

Mahlzeit! Pasta presto

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WAS für eine Hitze!

Da macht eine lange Kochorgie so richtig gar keinen Spaß …

Wie gut, dass ich noch etwas von dem Minz-Pesto übrig habe und ein paar Kirschtomaten der Verwertung lauern. Also: flugs Nudeln gekocht, währenddessen die Kirschtomaten halbiert und mit ein wenig provenzalisch sprechendem Gewürz in Olivenöl angeschmurgelt, Nudeln abgegossen, mit dem Pesto verrührt und die Tomaten dekorativ darauf verteilt.

Dazu ein erfrischendes Glas Gurken-Zitronen-Ingwer-Minz-Wasser*.

Mmmmmmmmh!

(*Rezept folgt 😉 )

Auf zur Jagd: Teefieber

IMG_6168Jetzt ist Sommer!

Aber es kommen ja auch wieder andere Zeiten. Zeiten, in denen wir uns etwas Wärmendes wünschen. Und wenn es uns gleichzeitig ein Stück Sommer zurückbringt … umso besser.

Darum fange ich jetzt an, so nebenher auf Spaziergängen Teezutaten zu sammeln. Bewährt haben sich bisher:

  • Echte Kamille: Ihr erkennt sie an dem typischen Geruch und dem hohlen Köpfchen, wenn Ihr mal eine aufpiddelt.
  • Holunderblüten
  • Minzen (gleich welcher Art)
  • Zitronenmelisse
  • Kornblumen (die zwar keinen großen Eigengeschmack mitbringen, aber aufgegossen einfach wunderschön aussehen … und das Auge trinkt ja schließlich auch mit)
  • Lindenblüten

Ringelblumen sind im Tee bestimmt auch nett anzuschauen … aber ich mag den Geschmack leider nicht so sehr.

Kamille, Holunderblüten, Minze, Zitronenmelisse, Lindenblüten und Kornblumen (hier nehme ich nur die abgezupften Blütenblätter) trockne ich Lage für Lage im Backofen bei 50 Grad. Damit die Feuchtigkeit gut abziehen kann, die Ofentür einen Spalt offen lassen, evtl. einen Kochlöffel dazwischen klemmen. Am besten bleibt Ihr in der Nähe und schaut immer mal nach dem rechten. Sie sollen ja trocken aber nicht braun werden. Ich mache zwischendurch immer mal die Bröselprobe und zerreibe ein paar Blätter zwischen den Fingerspitzen. Wenn sie sich leicht zerreiben lassen, sind sie fertig.

Ich bewahre die einzelnen Zutaten in getrennten Gläsern auf und stelle mir immer eine Mischung nach Gusto zusammen. Manchmal hab ich z.B. einfach keinen Bock auf Kamille, weil sie mir zu gesund schmeckt. Dann lass ich sie eben weg. Oder ich koche den Tee nicht in einer Glaskanne (in die ich die Blüten, der Optik wegen immer lose einstreue und dann über der Tasse erst abseihe), dann müssen auch keine Kornblumen rein, weil ich die ja eh nicht sehe.

Viel Spaß bei der Jagd!