Raus aus der Höhle! Der Bärlauch ruft!

Wie Ihr wahrscheinlich gemerkt habt, bin ich ein wenig in Kritzelverzug geraten. Irgendwie kam jede Menge Leben dazwischen. So ist das, wenn der Bär seinen Winterschlaf beendet und aus seiner Höhle kriecht. Mit mehr Leben kamen dann auch wieder mehr Ideen und mit mehr Ideen dann auch mehr Zeitbedarf für ihre Umsetzung und… und… so isses nun einmal. Mir gefällt das auch im Großen und Ganzen. Dabei hätte ich beinahe die Bärlauchzeit verpennt. Wie gut, dass wir hier ‚oben‘ jahreszeitlich immer ein wenig hinterher hinken; so habe ich noch Beute machen können und ich bin zuversichtlich, dass es nicht das letzte Mal in diesem Jahr sein wird.

Aber nun erst mal das Rezept für Bärlauchpaste. Das ist eine wunderbare Art ihn haltbar zu machen und über das ganze Jahr genießen zu können.

Für 1 kleines Glas Bärlauchpaste:

100g frischen Bärlauch
40 ml Olivenöl
2 TL Salz (vorzugsweise Himalaya-Salz wg. der enthaltenen Spurenelemente und des Hui-Buh-Effekts)

 

Und so geht’s:

Den Bärlauch, wenn nötig, waschen und trockenschleudern. Dann in Streifen schneiden. Den kleingeschnittenen Bärlauch in den Multizerkleinerer. Öl und Salz dazu. Alles zusammen so lange zerkleinern, bis eine homogene Masse entstanden ist. Ich mag es gern, wenn es nicht gar zu klein ist und noch kleine ‚Blättchen‘ sichtbar sind.

Nun nur noch das Ganze ins Glas umfüllen. Dabei darauf achten, dass keine Luftblasen hängen bleiben. Zum Abschluss noch einen Schwupps Olivenöl als Spiegel obenauf, damit die Paste sich länger hält. Auch ungekühlt ist sie so mehrere Monate haltbar. Wenn Ihr sie geöffnet habt, zieht sie in die Kühlschrank um. Auch hier bleibt sie noch lange haltbar, wenn ihr darauf achtet, dass sie immer von etwas Olivenöl bedeckt ist.

Diese Paste könnt Ihr vielfältig einsetzen. Ihr könnt sie

  • mit Pinienkernen (oder anderen Nüssen) und frisch geriebenem Parmesan zu Pesto verlängern.
  • direkt als Brotaufstrich nutzen.
  • als Würze in Salatsaucen verwenden.
  • Gemüsesuppen damit würzen.
  • Kräuterbutter damit herstellen.

Guten Appetit!

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Gestachelter Grillkäse

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Grillkäse ist in meinen Augen eigentlich immer ein Fehlkauf. Kann sein, dass sich das in Zukunft für mich ändern wird … denn ich hab die beiden übriggebliebenen Scheiben, die von allen Mitgrillern verschmäht wurden, gerade einer schmackhaften Verwertung zugeführt:

Man nehme:

2 Scheiben Grillkäse (200g)
2 Zweige frischen Oregano
2 Zweige frischen Thymian
1 EL Koriandersamen (frisch geschrotet)
2 EL Olivenöl
1 Handvoll Stachelbeeren
2 EL flüssigen Honig

Und so geht’s:

Den Käse in Würfel schneiden. Die Kräuter hacken, die Koriandersamen mörsern (grob reicht). Die Gewürze mit dem Olivenöl zusammen über den Käse geben. Diesen gut in der Marinade wenden.

Stachelbeeren waschen, trocknen und putzen.

Den marinierten Käse ohne weitere Zugabe von Fett in der Pfanne auf einer Seite nach Belieben anbraten (ich mag ihn eher gut gebräunt, wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist 😉 ). Dann die Käsewürfel wenden und die Stachelbeeren mit in die Pfanne geben. Sie sollten aufplatzen und etwas Saft abgeben aber nicht komplett zermatschen. Am Ende der Garzeit flüssigen Honig über das Ganze ziehen. Ich bin da gerne großzügig, weil die Gewürze recht kräftig und die Stachelbeeren sehr säurelastig daherkommen.

Stück Brot dazu. Fertich. Wohl bekomm’s!

Von der Apfelminze geküsst

IMG_7371Angeregt durch einen Beitrag von Glasgeflüster habe ich beschlossen, meiner Invasion von Apfelminze frau zu werden … denn ich kann gar nicht so viel Tee trinken und Joghurt-Minz-Toppings futtern, wie es bräuchte um sie zu vernichten.

So geht sie heute eine Liason mit den üblichen Pesto-Verdächtigen ein und wird kurzerhand in den Kühlschrank verbannt:

Man nehme:

Blätter von frischer wuchernder Apfelminze (zwei gute Handvoll)
5 EL Olivenöl
2 EL Kürbiskernöl
Kürbiskerne (1 Handvoll)
5 EL Parmesan (frisch gerieben)
2 -3 Knoblauchzehen
ein paar ordentliche Prisen Steinsalz

Zubereitung:

Die Minzblätter von den Stielen zupfen, säubern und in Streifen schneiden. Die Kürbiskerne in einer Pfanne trocken anrösten. Wenn sie leicht knackende Geräusche von sich geben, haben sie genügend Röstaroma angenommen. Den Parmesan reiben, die Knoblauchzehen klein schneiden.

Nun alle Zutaten im Mixer oder mit dem Pürierstab zerkleinern. Sollte die Pampe zu trocken sein, mit Olivenöl nachfüttern. In ein Glas abfüllen und mit etwas Olivenöl bedecken. Ab in den Kühlschrank damit.

Es lohnt sich, das Pesto vor dem Essen  ein wenig reifen zu lassen, damit ich die einzelnen Geschmackskomponenten besser verbinden. Und dann: ab auf die Nudel, das Ciabatta, an den Salat … mmmmmmmh!

Guten Appetit 🙂