Rost gefällig?

In meinem 365-Tage-Foto-Projekt habe ich mir ja im letzten Monat den Rahmen ‚Rost‘ gesteckt. Ich finde, es sind ein paar ganz außergewöhnlich schöne Bilder dabei herausgekommen… wobei… Rost IST einfach ganz außergewöhnlich schön! Da muss man sich schon fast anstrengen, dass es KEINE schönen Bilder werden!

*lach*

Vieleicht habt Ihr ja Lust, ‚drüben‘ in der Juni-Galerie noch einmal mit mir zu schwelgen?

Scribble #23

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Nachdem ich gestern festgestellt habe, dass der Stift noch gut in der Hand liegt, habe ich gleich weitergemacht… und heute dann vollendet. Relativ wenige Mustervarianten, klarer Rahmen, zwei korrespondierende Gruppen. Eine ausgewogene Mischung und entspannend zu zeichnen. Das Zeichnen kommt also auf jeden Fall wieder mit auf die Kreativliste.

Und noch ein Baby!

Da war ich wohl schwanger und habe es gar nicht mitbekommen.

Wobei das natürlich nicht so ganz stimmt. Ich will mich ja schon lange von Dingen trennen und kriege nur einfach nicht den Mors vom Poller.

Aber jetzt ist es soweit. Ich nehme Anlauf… und springe. Mitten hinein in ein zweites 365-Tage-Projekt, in dem ich mir vorgenommen habe, mich jeden Tag von mindestens EINER Sache zu trennen.

Und weil ich weiß, wie schwer es mir fällt, solche Dinge durchzuhalten, halte ich die ganze Geschichte dokumentarisch in einem Extra-Blog fest. *ausatme* … *einatme* … So. Nu‘ isses raus!

Vielleicht fragt Ihr Euch: braucht es dazu denn jetzt eigentlich NOCH einen Blog? Kann die das denn nicht einfach hier bei Querfühler platzieren? – Nee. Kann sie nicht. Ich will das, von dem ich mich trenne nicht dort sammeln, wohin ich immer wieder zurück kommen möchte. Außerdem bin ich eben auch ein Spielkind… und liebe es, neue Blog-Formate auszuprobieren. Darüber hinaus liebt es die Ordnungsfee in mir, wenn alle Dinge an ihren Plätzen sind. Und Müll gehört nun mal einfach nicht auf den Esstisch, egal wie schön er fotografisch aufgearbeitet ist 😉

Bei ‚Querfühler set’s them free‘ wird es natürlich nicht nur Bilder der entsorgten Dinge geben, sondern auch Gedanken dazu. Ohne kann ich wohl nicht.

Ich freue mich, wenn Ihr mich auch in diesem ‚Drüben‘ von Zeit zu Zeit heimsucht und noch mehr würde ich mich freuen, wenn es Leute gäbe, die zusammen mit mir ausmisteten und mir über ihre eigenen Erfolge (oder auch Schwierigkeiten mit der Aktion) ab und zu eine Nachricht hinterließen.

Ich wünsche Euch eine schöne, aufgeräumte zweite Wochenhälfte!

 

Kritzeln für die Seele – eine Herausforderung

Während der gesamten Gymnasialschulzeit habe ich eigentlich permanent gekritzelt. Muster, Tiere, verschiedene Schrifttypen… Ich habe mehr gekritzelt, als Dinge aus dem Unterricht aufgeschrieben. Und wenn ich mir meine Zeugnisse anschaue, bin ich damit ziemlich gut gefahren. Kritzeln hat mir geholfen, mich besser konzentrieren zu können. Aus heutiger Sicht würde ich sagen: „Es hat mich gekritzelt. Ich musste gar nichts dafür tun.“ Ein wunderbarer Fast-Automatismus, der mich beruhigte und aufnahmefähiger machte für den oft nicht so arg spannenden Unterricht.

Irgendwann habe ich dann aufgehört zu kritzeln. Mir gingen Gedanken durch den Kopf wie: Kritzeln ist nicht mehr angemessen… Du bist jetzt erwachsen!

Nachdem ich lange genug nicht gekritzelt hatte, und ich es begann zu vermissen, habe ich mir ein neues Totschlagsargument ausgedacht: Wenn schon kritzeln, dann ERWACHSEN kritzeln! Es muss etwas VERNÜNFTIGES dabei herauskommen! – Das habe ich gut hinbekommen: mit der Perfektionismusfalle kriege ich mich auf alle Fälle. Denn wenn ich nicht sicher bin, etwas perfekt zu können, aber den Anspruch an das perfekte Ergebnis habe… lasse ich es gleich anzufangen.

Also habe ich jetzt gute 30 Jahre nicht gekritzelt. Schade eigentlich.

Ich würde das gerne ändern. Mir meine Kritzelerlaubnis zurückholen. Weil das offensichtlich nicht so einfach ist, weil ich es sonst schon viel früher gemacht hätte, stelle ich mir eine persönliche Aufgabe: 30 Tage lang werde ich irgendetwas in ein Büchlein kritzeln. Um wieder in Übung zu kommen, werde ich mir erst einmal Inspirationen holen. Heute z. B. kritzele ich eine Art Mandala, das ich auf einem Hand-Henna-Tattoo gefunden habe. – Ich mache mir die Hürden niedriger und erlaube mir IRGENDETWAS zu kritzeln. Kann sein, es werden viele Mandalas. Kann sein, schon morgen wird es etwas anderes. Heute ist es Schwarz-Weiß-Gekritzel, übermorgen kann sich das erledigt haben und ich habe Lust auf Farbe. Alles ist erlaubt.

Noch eine Vorgabe mache ich mir: die Ergebnisse hier festzuhalten.

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Hat jemand von Euch Lust mitzukritzeln? Ich würde mich freuen 😉

Inspiration: Musik aus Müll

Dieser Film ist ein schönes Beispiel für meine Rubrik: ‚Irgendwas geht immer‘

Keine Situation ist so schlecht, dass nicht noch etwas Schönes daraus erwachsen könnte. Es braucht nur Ideen und Mut:

 

 

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sonntagnachmittag!