Schwarzer Haufen (in Reminiszenz an Florian Geyer)

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‚Schwarzer Haufen‘ … o.k. … das könnte jetzt eine längere Geschichte werden über meine anfallsweise Sucht ‚Die Stämme‘ zu spielen und eine glorreiche Zeit. Und vielleicht schreibe ich darüber irgendwann auch einmal, wenn meine evtl. zu erwartenden Enkel der Geschichte müde geworden sind. Für heute lasse ich es dabei, Euch mit dem Rezept zu beglücken :-).

Das kommt rein (für 2 Portionen):

1 Pckg. frische schwarze Bandnudeln (gibt es gerade bei Lidl im Angebot)

1 Handvoll unterschiedliche Cocktail-Tomaten in möglichst dramatischen Farben
1 Rosmarinspitze (ca. 5 cm)

für das Pesto:
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund glatte Petersilie
3 EL Kapern
3-4 Sardellenfilets
1 Handvoll Salatkernemix (Sonnenblumen-, Kürbis- Pinienkerne)

Olivenöl

Parmesan, frisch gehobelt
schwarzer Pfeffer

Und so geht’s:

Zuerst das Pesto zubereiten, denn dann kann es ein paar Minuten durchziehen, während die anderen Zutaten flott gekocht werden…

Die Salatkerne in einer Pfanne trocken anrösten, bis sie anfangen zu knistern. Sardellenfilets abspülen, damit sie nicht mehr so arg salzig sind. Wenn Ihr die trocken in Salz eingelegten Kapern verwendet auch diese gründlich abspülen, ansonsten nur abtropfen lassen.

Knoblauchzehe, Petersilie, Kapern, Sardellenfilets, Salatkerne und etwas Olivenöl in einen Mixer oder Mulitzerkleinerer geben und zu einem Pesto verarbeiten. Nach Bedarf Olivenöl dazugeben, damit es schön geschmeidig wird.

Die Tomaten halbieren. Rosmarin fein hacken.

Die Tintenfisch-Nudeln in Salzwasser al dente kochen. Währenddessen die Tomaten zusammen mit dem Rosmarin in Olivenöl kurz anschmurgeln. Ich mag den Garpunkt am liebsten, wenn die Haut der Tomate sich gerade so zu lösen beginnt. Sie sollen nicht matschig werden.

Die abgetropften Nudeln gründlich mit dem Pesto vermengen. Tomaten darauf anrichten und mit frisch gehobeltem Parmesan garnieren. Frisch gemahlenen Pfeffer darüber … und schwelgen.

Guten Appetit!

 

 

Unsere Brombeeren parlieren Sizilianisch ^^ – More al limoncello

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Die ersten Brombeeren sind geerntet! Unter vollem körperlichen Einsatz und unter Inkaufnahme diverser Blessuren und Brennesselverbrennungen haben wir heute verwilderte Sträucher einer ersten Inspektion unterzogen und einiges für erntereif befunden. – In den letzten Jahren habe ich Brombeeren gerne mit Mirabellen zusammen verarbeitet. Aber in diesem Jahr waren die Mirabellen-Ernter leider schneller als ich 😦

Aber auch das hat sein Gutes: Ich habe ein neues Rezept erfinden müssen und das teile ich natürlich gleich mit Euch!

More al Limoncello

 

Man nehme:

1 kg Brombeeren
500 g Gelierzucker 2:1
3-4 Zweige Rosmarin
4 EL Limoncello/Limoncino (italienischer Zitronenlikör, der eine herrlich herbe Note hat)

Und so geht’s:

Die Brombeeren verlesen, evtl. kurz abbrausen. Die Rosmarinzweige anquetschen (z. B. mit der Seite eines großen Küchenmessers). In einem hinreichend großen Topf die Beeren und den Rosmarin unter Zugabe von ein bisschen Wasser (der Boden des Topfes sollte gerade so eben bedeckt sein) aufkochen. Ungefähr 10 Minuten köcheln lassen, bis die Beeren ganz zerfallen sind und der Rosmarin gut Aroma abgegeben hat.

Die Rosmarinzweige entfernen und die Beeren mit dem Pürierstab bearbeiten. Wenn Ihr es nicht so kernig mögt, könnt Ihr jetzt das Mus durch ein Haarsieb streichen. Dann braucht Ihr allerdings weniger Zucker, da müsstet Ihr dann noch mal abmessen. – Ich war dazu heute zu faul und mich stört es auch nicht, wenn ich mal auf so ein Kernchen beiße.

Nun den Gelierzucker dazu und 3-4 Minuten aufkochen. Gelierprobe machen. Den Topf von der Herdplatte ziehen und erst jetzt den Limoncello unterziehen. Abfüllen … fertich.

Leeeeiiiiider habe ich eine größere Menge Marmelade, die in kein Glas mehr passen wollte und die zu viel zum Schnabulieren ist … Da müssen wir wohl morgen leider Apfelpfannkuchen mit Creme fraiche und der Neukreation essen. Schade, schade, schade … *sabber*

Ich wünsche Euch einen schönen Restsonntag und eine erholsame Nacht!